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Seitens der internationalen Staatengemeinschaft gab es in den vergangenen Monaten vielfältige Bemühungen zur Beilegung des Konflikts.
US-Präsident Obama hat Putin wiederholt gewarnt, die Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine hätte einen "Preis". Die USA und die EU haben in den vergangenen Monaten über Konsequenzen beraten und erste Sanktionen verhängt. Zusammen mit Russland und der Ukraine haben sie sich auf einem Krisengipfel in Genf auf einen Rahmenplan zur Lösung der Ukraine-Krise geeinigt, was jedoch bislang noch nicht zur Entspannung der Lage führte. 
Russlands Präsident Putin hatte in einer Erklärung einen Schritt in Richtung Entspannung gemacht, indem er sein Parlament dazu aufgefordert hat, die ihm erteilte Vollmacht für ein militärisches Eingreifen in der Ukraine wieder aufzuheben. Er zeigte sich bereit zu Gesprächen mit der ukrainischen Regierung und den Separatisten, um die Lage in der Ostukraine zu stabilisieren.
Aufgrund der anhaltenden Unterstützung prorussischer Separatisten seitens Russlands hat die EU verschärfte Sanktionen gegenüber Russland auf den Weg gebracht, die insbesondere den Wirtschafts- Energie- und Rüstungsbereich betreffen. Auch die USA haben den Druck auf Russland erhöht und ihrerseits die Sanktionen ausgeweitet. Russland droht dem Westen hingegen mit einer Erhöhung der Energiepreise und erwägt ein Überflugverbot für ausländische Airlines.
Mit der Aufnahme direkter Gesprächen zwischen Russlands Präsident Putin und des ukrainischen Präsidenten Poroschneko Anfang September wuchs die Hoffnung auf eine Waffenruhe. Russland hat 70 Prozent seiner Truppen aus dem Nachbarland abgezogen, und Putin hatte einen Plan für die Beendigung der Ukraine-Krise vorgestellt. Für die umkämpften Gebiete in der Ostukraine wurde eine Waffenruhe vereinbart. Da es jedoch seither immer wieder zu Auseinandersetzungen kam ist die Waffenruhe als brüchig oder bereits gebrochen zu betrachten.
Zur Sicherung des Landes hat die Ukraine  mit dem Bau einer über 2000 km langen Mauer entlang der ukrainisch-russischen Grenze begonnen. Die Ukraine hat sich mit den prorussischen Separatisten auf einen Aktionsplan geeinigt, nachdem im Osten der Ukraine eine 30 km breite demilitarisierte Zone eingerichtet werden soll.
Die Ukraine hatte zuvor ein Gesetz verabschiedet, nach dem den Regionen um Donezk und Luhansk künftig einen Sonderstatus mit Selbstverwaltungsrechten zugestanden werden soll.
Dennoch führten die pro-russischen Separatisten in diesen Regionen nun Anfang November Abstimmungen über die Parlamente und Regierungschefs durch, erwartungsgemäß haben sie sich nach den Ergebnissen zu Siegern erklärt Die Wahlen werden seitens Russlands anerkannt, die EU dagegen sieht in den Abstimmungen ein neues Hindernis für einen Frieden im Land.
Insgesamt ist das Verhältnis zwischen Russland und Westen ziemlich angespannt. Die Ausweitung von Sanktionen, Militär-Manöver und von NATO und Russland,  Truppenbewegungen in der Ostukraine sowie die jüngsten umstrittenen Wahlen in den Separatistengebieten verschärfen die Konfliktlage. Dennoch bleibt die Hoffnung, auf diplomatischem Wege weitere Eskalationen zu vermeiden und eine langfristige Lösung im Ukraine-Konflikt zu finden, um eine Spaltung Europas und ein Wiederaufleben des Kalten Krieges zu vermeiden.
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